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总时数 103.4 小时 (评测时 93.7 小时)
Necesse ist ein kleines, aber überraschend charmantes Survival-Adventure, das Euch in eine bunte aber liebliche Pixelwelt entführt, in der Ihr bauen, erkunden, kämpfen und überleben müsst. Es wirkt zunächst simpel und man könnte meinen, es sei ein Abklatsch ähnlicher Titel wie Terraria, entpuppt sich aber schnell als etwas mit mehr Tiefe, als man auf den ersten Blick vermutet.

Kleine Welt, große Möglichkeiten
Von der ersten Minute an spürt man, dass es seine Stärken in der Freiheit und Vielfalt hat. Ihr beginnt mit einer kleinen Insel, sammelt Ressourcen, baut Werkstätten, schmiedet Waffen, Rüstungen und expandiert Eure kleine Siedlung Stück für Stück. Alles wirkt einfach, aber clever ineinander verzahnt. Crafting, Farming und Kämpfe greifen wunderbar ineinander und bieten indirekt einen roten Faden. Besonders schön: Jeder Schritt fühlt sich wichtig an, egal ob Ihr Euer Dorf erweitert, neue Werkzeuge herstellt oder neue Mitglieder für Eure Sekte Dorf rekrutiert. Seit dem neuesten Update 1.0, sind Inseln passé und Ihr dürft Euch nun in einer nahtlosen prozedural generierten Open World austoben. Na wenn das nicht nach Freiheit ruft?

Gemeinsam geht’s besser
Multiplayer ist hier ein echter Gewinn. Zusammen mit Freunden oder der eigenen Frau ein Dorf aufbauen, Dungeons erkunden oder schlicht die Welt aufdecken. Die Pixelwelt gemeinsam zu gestalten, macht einfach mehr Spaß. Im aktuellen Build ist der Kartographier-Tisch leider deaktiviert, vermutlich aufgrund eines Bugs. Dadurch fällt es etwas schwerer, die bereits erkundeten Bereiche auf der Karte einzusehen und über Kartenschnipsel entdeckte POIs auszutauschen. Wir hoffen, dass dieses Feature bald wieder wie vorgesehen funktioniert.
https://psteamcommunity.yuanyoumao.com/sharedfiles/filedetails/?id=3600721598

Qualität und Design
Visuell und spielerisch hat Necesse einiges zu bieten. Die Pixeloptik ist einladend und liebevoll gestaltet, die Systeme wirken durchdacht und machen das Spiel leicht zugänglich, aber gleichzeitig spannend. Das Management der Siedlung, die Interaktion mit NPCs und die Exploration der Welt sind gut ausbalanciert und sorgen für stundenlangen Spielspaß und erwecken den Geologen in einem. Ehe man sich versieht, klingelt der Wecker und ... verdammt!


Fazit
Necesse ist ein kleines Juwel unter den Survival-Spielen. Es bietet zu enorm viel Spaß, kreative Freiheit und eine liebevoll gestaltete Welt. Besonders das Errichten eigener Siedlungen und das effiziente Ressourcenmanagement machen Laune, ohne zu überfordern. Die Pixelgrafik ist stimmig, die Mechaniken greifen sauber ineinander und bieten sowohl Solo- als auch Mehrspieler-Erfahrungen. Lediglich für hartgesottene unter Euch, könnte die Schwierigkeit im Spiel etwas unterfordern, trotz hohen Einstellungen.

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发布于 2025 年 11 月 6 日。
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总时数 4.8 小时
Nach dem beachtlichen Erfolg von Ghost Recon Wildlands war klar, dass Ubisoft das Grundkonzept - eine offene Welt, taktische Einsätze und ein frei konfigurierbares Koop-Erlebnis - weiterführen würde. Breakpoint, veröffentlicht 2019, sollte der nächste Schritt werden: düsterer, anspruchsvoller und vor allem immersiver. Statt bunter Drogenkartell-Jagd in Bolivien geht es diesmal auf die Insel Aurora - ein technologisches Paradies, das zum dytsopischen Schlachtfeld mutiert. Mit einem stärkeren Fokus auf Survival, individueller Ausrüstung und einer Geschichte über Verrat und transhumanistische Bedrohungen wollte Ubisoft einen ernsteren Ton anschlagen - jedoch mit kontroversen Reaktion zum Launch. Dank zahlreicher Updates und Community-Feedbacks hat sich Breakpoint heute zu einem runden und immersiven Taktik-Shooter entwickelt, der viel mehr zu bieten hat, als es sein holpriger Start vermuten ließ.

Gameplay
Kernstück von Breakpoint ist - wie schon beim Vorgänger - die Open World. Taktaktische Vielfalt ist enorm: Von Drohnen über schwer gepanzerte Feinde bis hin zu clever inszenierten Story-Missionen bietet das Spiel einen konstanten Mix aus Planung, Infiltration, Action und falls alles schiefläuft auch puren Überlebenswillen.

Die Survival-Elemente wurden dabei spürbar erweitert: Verletzungen haben reale Konsequenzen, Munitionsmangel ist ein Thema, und jeder Feuerkampf fühlt sich bedeutungsvoll an - so man im Hardcore/Immersive-Modus spielt, welchen ich an dieser Stelle nur empfehlen kann um das beste Spielerlebnis zu bekommen. Die Individualisierungsmöglichkeiten sind gewaltig: Ausrüstung, Kleidung, Waffen und sogar tragbare Drohnen lassen sich exakt an den eigenen Spielstil anpassen.
https://psteamcommunity.yuanyoumao.com/sharedfiles/filedetails/?id=3533921956

Kontrast zu Division
Seit Beginn des Spiels, habe ich auf Uplay gespielt. Die angezeigte Zeit auf Steam, widerspiegelt leider nicht meine tatsächliche Spielzeit.
Was mich persönlich an Breakpoint besonders gepackt hat, ist das Zusammenspiel aus Freiheit, Anspruch und Atmosphäre. Der Moment, wenn man nachts durch dicht bewaldetes Gebiet robbt, um ein Drohnenlager lautlos zu infiltrieren, die Atmung der Figur schwer geht, und jeder Schuss Konsequenzen haben kann - das ist immersives Storytelling durch Gameplay. Es ist kein Run-and-Gun-Spiel wie in anderen Shootern oder gar der Division Reihe, wo man mehrere Magazine braucht um einen einzelnen Spieler zu eliminieren. Wer kopflos durch Auroa läuft, wird bestraft. Wer plant, aufklärt, sich positioniert - wird belohnt. Doch sowas muss man auch zu schätzen wissen. Für alle andere Arten von Spielern, ist dies definitiv kein Game der Wahl.
https://psteamcommunity.yuanyoumao.com/sharedfiles/filedetails/?id=3533941738

Auch grafisch und soundtechnisch hat das Spiel einen hohen Standard erreicht. Die Umgebung wirkt lebendig, Wettereffekte und Tageszeiten beeinflussen Sicht und Taktik, und der Sound der Waffen ist druckvoll und authentisch. Die Story, wenn auch kein literarisches Meisterwerk, entfaltet spätestens mit dem Antagonisten Cole Walker - gespielt von Jon Bernthal - (bekannt durch Spawn, The Walking Dead oder Punisher) eine spannende Dynamik.Walkers Rolle als ehemaliger Ghost, der nun die Seiten gewechselt hat, gibt der Erzählung eine persönliche und glaubwürdige Dramatik.
https://psteamcommunity.yuanyoumao.com/sharedfiles/filedetails/?id=3533922017

Fazit
Tom Clancy’s Ghost Recon Breakpoint ist längst kein Spiel mehr, das man aufgrund seiner anfänglichen Kritik ignorieren sollte. Es hat sich zu einem - so man möchte - anspruchsvollen, atmosphärisch dichten Taktik-Shooter entwickelt, der für Solospieler sowie Koop-Fans gleichermaßen eine stark personalisierbare Immersion bietet. Der Ingame-Shop trägt unverkennbar die Handschrift Ubisofts in Sachen Mikrotransaktionen, drängt sich dem Spieler jedoch nicht aggressiv auf und lässt sich im Spiel gut ignorieren.

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发布于 2025 年 7 月 25 日。
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总时数 69.2 小时 (评测时 34.1 小时)
Hinweis:
Diese Review weicht bewusst vom gewohnten Aufbau meiner bisherigen Rezensionen ab. Es erfolgt keine klassische Bewertung einzelner Aspekte, noch eine objektive Gewichtung nach Kriterien. Vielmehr versteht sich dieser Text als Einordnung und Stellungnahme - eine Orientierungshilfe für all jene, die Elden Ring: Nightreign in der Erwartung eines vollwertigen Soulslikes im Stil klassischer FromSoftware-Titel betreten und dabei Gefahr laufen, mit falschen Vorstellungen auf ein gänzlich anderes Spielerlebnis zu treffen.


Willkommen bei Nightreign, dem kleinen, sadistischen Bruder von Elden Ring, der aus dem Keller gelassen wurde, nachdem er zu oft Binding of Isaac und Hades beim Schnaps trinken beobachtet hat. Es ist kein Nachfolger, kein „Elden Ring 2“. Es ist ein anderes Spiel. Punkt. Und wer das nicht kapiert, bevor er auf „Neues Spiel“ klickt, hat eigentlich schon verloren und ist hier eindeutig an der falschen Adresse.

Denn: Wer auf eine offene Welt hofft, auf die majestätische Eleganz von FromSoft’s Weltendesign, auf ein Abenteuer, das einen mit epischer Erhabenheit langsam verschlingt - der wird hier mit der stumpfen Kante des Spiels erschlagen. In Nightreign stirbst Du oft. Sehr oft. Und meistens auf eine Weise, die Dich an Deiner Erfahrung als Spieler zweifeln lässt. Aber wenn Du Rogue-lites liebst - Spiele wie Hades, Rogue Legacy oder Dead Cells - dann wirst Du plötzlich merken: Da ist etwas. Etwas Eigenes. Etwas Hartes, Kaltes, Ehrliches. Und falls Du Torrent vermisst, kannst Du Dir ein Schaukelpferd kaufen. Hier wird zu Fuß gelitten - jeder Meter zählt, jeder Rückweg nach dem Tod ist eine stille Meditation über Fehler. Demnach funktioniert dieses Spiel als Rogue-lite mit Souls-DNA. Die Welt ist fragmentiert, verändert sich bei jedem Durchlauf, verliert und gewinnt Strukturen. Du stirbst, Du verlierst. Wieder und wieder. Aber nicht alles ist weg: Wissen, gewisse Fortschritte, manche Währungen bleiben - genug, um Dich zu motivieren. Nicht genug, um Dir Hoffnung zu geben.

Aber genau da liegt der Reiz: Wer das Spiel als Elden Ring betrachtet, wird es hassen. Wer jedoch erkennt, dass es ein Rogue-lite mit Soulslike-Flair ist, wird plötzlich verstehen, was Nightreign wirklich ist. Es ist ein Spiel für Leute, die verlieren können und trotzdem weitermachen. Für Menschen, die in jedem Tod einen Fortschritt sehen. Einen Lerneffekt oder zumindest ein trauriges kleines „Aha“. Es richtet sich an eine ganz bestimmte Zielgruppe. An Menschen, die bei Hades nie genug bekommen konnten. An Spieler, die bei jedem Tod in Legacy noch ein bisschen wütender, aber auch besser wurden. Und an die, die Souls-Titel nicht einfach wegen der großen Welt und der Lore spielen, sondern weil sie den Schmerz lieben. Die Herausforderung. Den Zwang, selbst besser zu werden. Masochisten eben.

Fazit: Es ist fantastisch. Aber nur, wenn Du die richtigen Erwartungen mitbringst. Für alle anderen gilt: Finger weg!
Wenn Du Nightreign spielst wie Elden Ring, wirst Du damit nicht klar kommen. Du wirst frustriert, ernüchtert und am Ende wahrscheinlich im Steam-Forum landen - nicht um Hilfe zu suchen, sondern um Deinem Unmut Luft zu machen und den symbolischen Abgesang auf FromSoftware einzuleiten - begleitet von Deinem persönlichen Refund-Antrag und einem Drama-Post mit 18 Ausrufezeichen.

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发布于 2025 年 6 月 2 日。 最后编辑于 2025 年 6 月 2 日。
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总时数 132.9 小时
Nach monatelangem warten, erschien nun endlich der PC-Port zu Rise of the Ronin. Es ist das allererste Open-World-Projekt von Team Ninja, dem Studio, das uns mit Titeln wie Nioh und Wo Long: Fallen Dynasty gezeigt hat, wie man grandiose Soulslike-Action liefert. Bisher vertraute das Studio auf schwergewichtige, missionsbasierte Souls-Action im mythischen Gewand. Mit diesem Titel erwartet Dich nun eine Welt, welche durch verschiedenen Schwierigkeitsgraden und einen stärkeren Fokus auf Story und Zugänglichkeit legt. Die Samurai-Erzählung bleibt dabei nüchtern sowie bodenständig und entführt Dich in das historisch angelehnte Japan des 19. Jahrhunderts, das zum Ende des Edo-Zeitalters spielt. Ich spielte auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad und hatte ein von Leiden geplagtes Déjà-vu von Sekiro.

Das Kampfsystem: Tanz des Stahls

Die Kämpfe sind ein Meisterwerk der Mechanik, typische Erwartung des Studios. Du kannst nicht einfach wild drauflos schlagen; jeder Angriff muss bedacht sein, jede Ausweichbewegung präzise. Es fühlt sich befriedigend an, wenn Du nach Dutzenden Versuchen endlich einen Boss besiegst, der Dir den letzten Nerv geraubt hat – und gleichzeitig kannst Du Dich dem Gedanken nicht entziehen, dass er Dich auch etwas gelehrt hat. Die Vielfalt an Waffen, vom traditionellen Katana bis hin zu zeitgenössischen Feuerwaffen, sowie die unterschiedlichen Kampfstile und -haltungen bieten dem Spieler eine beachtliche Bandbreite an taktischen sowie individuellen Optionen.

Geschichte und Entscheidungen

Die Geschichte, angesiedelt in der turbulenten Bakumatsu-Zeit, ist packend und voller historischer Intrigen. Man trifft auf bekannte Persönlichkeiten wie Sakamoto Ryoma und Commodore Perry und schmiedet Bündnisse, die den Lauf der Geschichte verändern können. Deine Entscheidungen haben Gewicht und beeinflussen den Fortgang der Erzählung sowie die Beziehungen zu anderen Charakteren. Auch wenn die langfristigen Auswirkungen Deiner Taten manchmal begrenzt erscheinen, bietet das Spiel dennoch genügend Anreize für mehrere Durchläufe. Die historischen Anlehnungen treffen bei mir persönlich genau den Nerv. Nebenbei lädt der Blick in die Enzyklopädie, welche zum Entdecken animiert, eine wahrliche Freude zu Fakten der damaligen Zeit ein.

Gameplay und Darstellung

Visuell beeindruckt das Spiel durch detailreiche Umgebungen und authentisch gestaltete Charaktermodelle. Die dynamische Beleuchtung und die atmosphärischen Effekte verstärken das Gefühl, in eine lebendige, historische Welt einzutauchen. Der Soundtrack, der traditionelle japanische Instrumente mit modernen Klängen kombiniert, unterstreicht die emotionale Tiefe der Erzählung und sorgt für ein rundum stimmiges Erlebnis. Es ist leider aber kein Geheimnis, dass der Titel eine schlecht optimierte Portierung ist. Viele bemängeln die Performance, welche sogar zu immer wiederkehrenden Crashes führen, von denen auch ich nicht verschont wurde. Jedoch muss man erwähnen, dass ich keine FPS-Drops oder Leistungseinbußungen zu verzeichnen hatte. Mein PC entspricht aber auch nicht der Norm und ist daher als Referenzwert ungeeignet und wird auch nicht in die Bewertung einfließen.
Der Koop-Modus greift unglücklicherweise nur bei spezifischen Missionen. Wir können mit unseren Ronin-Freunden nicht in der Open World umherstreifen, was wir vermisst haben. Diese sind dafür aber dank Skalierung, knackiger denn je. Doch auch hier greift die Parier-Mechanik: Sobald man diese gemeistert hat merkt man schnell, dass sich die Schwierigkeit lediglich durch das Zeitfenster des Parierens aufbaut - Timing ist alles.
Der Charakter-Editor und das interne Transmog-System glänzen dafür umso mehr. Man hat eine große Auswahl an Individualisirungsmöglichkeiten, um seinen ganz eigenen Ronin zu gestalten - chapeau!

Pro:
  • Anspruchsvolles und befriedigendes Kampfsystem
  • Interessante historische Epoche und Charaktere
  • Einflussreiche Entscheidungen des Spielers auf die Handlung
  • Umfangreiche offene Welt mit vielfältigen Aktivitäten

Contra:
  • Grafik wirkt nicht zeitgemäß
  • Repetitive Elemente in der Open-World-Gestaltung
  • Vereinzelt auftretende technische Probleme

Fazit: Ein vielschichtiges Erlebnis mit Verbesserungspotenzial

Im großen und Ganzen präsentiert sich RoR als ein ambitioniertes Projekt, das in einem faszinierenden historischen Setting angesiedelt ist und mit einem dynamischen Kampfsystem sowie einer verzweigten Erzählung zu überzeugen vermag. Die offene Welt bietet umfangreiche Erkundungmöglichkeiten, auch wenn die Qualität der Nebenaktivitäten variiert und schnell repetitiv wird. Open-World-Enthusiasten, die Wert auf innovative und abwechslungsreiche Aktivitäten legen, könnten jedoch enttäuscht sein. Die Zugänglichkeit ist sicherlich für viele Neulinge oder Soulslike-Gegnern ein willkommenes Feature. Subjektiv gesehen hoffe ich aber, dass sich die kommenden Spiele wieder mehr auf altbewährtes berufen. Daher ist der Begriff Soulslite ein für mich treffendere Bezeichnung für diesen Titel. Eine wahrhaftige Dichotomie zwischen "Geiles Game" und "Kann man mal spielen".

Anbei noch ein kurzes Video zum Kampfsystem: https://youtu.be/eu-aSxa5g-c

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发布于 2025 年 3 月 26 日。 最后编辑于 2025 年 3 月 27 日。
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总时数 22.7 小时 (评测时 16.7 小时)
Nach über einem Jahrzehnt der Vorfreude, zahllosen Gebeten und gelegentlichem Fluchen, hat Titus endlich wieder seine ikonische Rüstung angelegt – bereit, Alien-Horden den Garaus zu machen. Aber die Frage bleibt: Ist es der lang ersehnte Triumph, auf den wir gewartet haben? Oder nur ein weiteres digitalisiertes Blutbad ohne Hirn und Herz? Wir haben uns die heilige Bolter geschnappt und uns in die Schlacht gestürzt.

Wehret den Anfängen!

Kaum hat man das Spiel gestartet, gibt es keine Zeit für sanfte Einführung oder tiefgründige philosophische Gespräche. Stattdessen bekommst Du eine dicke Bolter in die Hand gedrückt und wirst in eine Armee von Tyraniden geworfen. Der Held unserer Geschichte, Captain Titus, ist der Inbegriff des Space Marine-Klischees: unzerstörbar, zynisch und mit der moralischen Empathie eines Kettenschwerts. Hier wird nicht lange gefackelt – als ob ein Bulldozer gegen eine Horde Wutkranke fährt – rücksichtslos, gewaltig und zu 100% befriedigend. Das Gefühl, wenn Dein Kettenschwert in eine Gruppe Aliens fährt, ist purer Balsam, für die vom Alltag strapazierte, Seele. Strategischer Tiefgang? Vergiss es! Du bist kein Schachmeister, Du bist ein Kriegsinstrument, und Deine einzige Taktik lautet: alles in Sichtweite vernichten. Die kleine subtile Einführung ist dabei keineswegs zu kurz oder lang geraten.

Die Story

Die Geschichte von Warhammer 40k: Space Marine 2 ist so episch und tiefgründig wie ein Motivationsposter in einem Büro: Sie ist da, aber eigentlich interessiert sie keinen. Captain Titus kehrt zurück, und mit Ihm die alte Weisheit, dass Worte zwar mächtig sein mögen, aber nichts gegen eine gut platzierte Bolter-Salve ausrichten können. Die Tyraniden fressen ganze Welten, der Imperator schweigt wie immer, und Titus tut das, was er am besten kann: alles zerschlagen, was nicht imperial oder nach Xenos aussieht. Tiefgehende Charakterentwicklung? Fehlanzeige. Dafür gibt’s aber ordentlich was auf die Zwölf – und ehrlich gesagt, ist das genau die Art von Storytelling, die wir verdient haben. Für alles andere, gibt es die Bücher. [/h1]

Der Coop – Gemeinsam schnetzelt sich's besser

Was gibt es Schöneres, als eine Horde Xenos in Stücke zu schießen? Genau – das Ganze mit Freunden zu tun. Warhammer 40k: Space Marine 2 liefert uns einen Coop-Modus, der keine großen Reden schwingt, sondern Dich und Deine Kumpels direkt in die Schlacht schmeißt. Hier geht es nicht um ausgeklügelte Taktiken oder kluges Zusammenspiel – es geht darum, wer als Erster "Für den Imperator!" schreit, während er seine Bolter leerballert. Spaß beiseite: Mit zwei weitren Freunden oder Randoms, stürzt Ihr Euch in Missionen die darauf ausgelegt sind, Teamwork zu fördern – zumindest insofern, dass Ihr euch gegenseitig wiederbelebt, wenn einer der Kameraden im Eifer des Gefechts mal das zeitliche segnet. Meine persönliche Empfehlung: Spielt den Coop unbedingt auf dem Schwierigkeitsgrad „Engel des Todes“ (Kampagne) oder „Gnadenlos“ (PvE), denn nur dort kommt der wahre Spaß und die brutale Authentizität des gemeinsamen Schlachtens richtig zur Geltung.

Die Monetarisierung – Ein willkommener Nicht-Faktor

Kein schamloser Cash-Shop, der Dir das Geld aus der Tasche ziehen will, während Du gerade Aliens zerlegst. Space Marine 2 verzichtet auf Mikrotransaktionen, Booster oder etwaige Bezahlmodelle, die Dir das Gefühl geben, nur halb am Schlachtfeld teilzuhaben, wenn Du nicht ordentlich Kohle locker machst. Hier gibt es nur eines zu tun: Töten und Siege feiern.

Wertung

Pro:
  • Kampfmechanik, die einen glauben lässt, man sei der Hammer des Imperators
  • Brutale, aber befriedigende Action ohne unnötigen Firlefanz
  • Eine Welt, die sich anfühlt, als wäre sie für den Krieg geschaffen
  • Keine nervigen Mikrotransaktionen, nur reiner Spaß

Contra:
  • zu kurze Hauptkampagne für einen Vollpreis-Titel
  • Für Lore-Anfänger durchaus zu viele Fragezeichen
  • Manche Kämpfe können repetitiv wirken, aber dafür gibt's ja das Kettenschwert

Fazit – Ein Liebesbrief an das Warhammer 40K-Franchise

Warhammer 40K: Space Marine 2 ist nichts für zartbesaitete Gemüter. Es ist ein Spiel, das sich keinerlei Illusionen hingibt und Dir stattdessen genau das bietet, was es verspricht: gnadenlose, brutale und vor allem unterhaltsame Zerstörung. Es ist, als hätte jemand Doom, Gears of War und die düstere 40K-Welt in einen Mixer geworfen und dabei zufällig den Knopf für "episch" gedrückt. Wenn Du also nach einem Spiel suchst, bei dem Du nicht nachdenken musst, sondern einfach nur Tod und Verderben säen willst – herzlich willkommen. Vergiss dabei aber nicht "Führ den Imperator" zu rufen.

Hier noch ein kurzes und nettes Video, was das Spiel detailreich beschreibt (Achtung Spoiler): https://www.youtube.com/watch?v=LSM7AF2Rvbc&ab_channel=CarbotAnimations

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发布于 2024 年 10 月 7 日。
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总时数 9.1 小时 (评测时 0.4 小时)
Aus alt mach neu und aus neu mach alt ... So, oder so ähnlich verhielt es sich mit Throne & Liberty, ehemals Lineage Eternal, ehemals Project TL – auch bekannt als das Spiel, das mit mehr Identitätskrisen kämpft als der durchschnittliche Teenager in seiner philosophischen Phase. Nach zahlreichen Namenswechseln und genauso vielen Gameplay-Änderungen bleibt die Frage: Was ist vom einst so glorreichen Lineage-Erbe übrig? Und was dürfen wir nach all den Jahren tatsächlich in den Händen halten? Sind es epische Kämpfe und heldenhafte Abenteuer oder doch nur wieder der nächste „massively mediocre multiplayer“? Wir haben die Beta ausführlich gespielt und unsere Kritikpunkte zum Launch nochmal überprüft.

Der Einstieg

Das Tutorial – oder sollte ich es besser "die erste große Geduldsprobe" nennen – führt uns in eine malerische, stereotypische Asia-Story ein. Natürlich mit allem, was dazugehört: Krieg, Pathos und der unvermeidliche "from-zero-to-hero"-Moment. Man spürt förmlich, wie die Entwickler mit Zähnen und Klauen versucht haben, uns emotionale Bindungen zu den Charakteren aufzuzwingen, während wir uns langsam durch die ersten Schlachten klicken.

Zum Glück wird uns recht schnell das Kampfsystem präsentiert, das, wie der heilige Gral eines jeden Mmorpg's, über Wohl und Wehe entscheiden soll. Denn sind wir mal ehrlich: Nichts zerstört den Spielspaß schneller, als wenn man sich das Gefühl eines Kämpfers vorstellen muss, während man eigentlich nur die rechte Maustaste hämmert. Doch Throne & Liberty überrascht uns ... indem es genau das tut.

Das Kampfsystem – der (nicht ganz) neue Hoffnungsträger

Natürlich wird einem sofort das "actionbasierte" Kampfsystem angepriesen – man solle schließlich aktiv mitdenken und reagieren. Doch anstelle des erhofften strategischen Tiefgangs erwartet uns eine Mischung aus Button-Smashing und Auto-Play-Mechaniken. Ein Gedicht für jene, die sich nach dem maximalen Minimum an Herausforderung sehnen. Man merkt hier spürbar, wie es zu den Anfängen für den Mobilen Markt entwickelt wurde. Zwischen den epischen Effekten und Animationen fühlt man sich oft wie ein Zuschauer in einem Trash-Movie. Alternative Konsorten wie Black Desert oder gar New World zeigten ein spürbares mehr an Tiefe. Die Heiler-Klasse ist seitens der Skills eine Zumutung für deren Genrevertreter - hier muss definitiv nachgebessert werden.

Die offene Welt – Ein "Abenteuer" in Monotonie

Die offene Welt, der Stolz eines jeden Mmorpg's. In Throne & Liberty wird uns eine riesige, atemberaubende Landschaft präsentiert, die – zumindest auf den ersten Blick – mit Leben gefüllt ist. Doch wie das so oft der Fall ist, trügt der Schein. Diese Welt ist so dynamisch und aufregend wie eine PowerPoint-Präsentation über Steuerrecht. Man könnte fast meinen, die Entwickler hätten sich gedacht: "Warum sollte man den Spielern Abwechslung bieten, wenn sie sich doch auch wunderbar an unendlich langen Laufwegen und endlosen Fetch-Quests erfreuen können?". Grafisch lädt dieses Spiel zum abschweifen ein und lässt einem schnell vergessen, was man eigentlich machen wollte - ein Schelm, wer hier böses denkt, dies wäre Absicht.

Monetarisierung – Der wahre Endgegner

Natürlich darf auch das Thema Monetrarisierung nicht fehlen, denn was wäre ein modernes Mmorpg ohne eine gehörige Portion Mikrotransaktionen? Throne & Liberty enttäuscht auch hier nicht und bietet ein grandioses Spektrum an Möglichkeiten, die hart verdienten Moneten gegen virtuelle Items zu tauschen. Mit hübschen Skins, Verwandlungen, Booster und einem Battlepass, geht hier das Herz eines jeden Gamers auf. Gemäß scharfsinniger Analysen einiger Reddit-Nutzer müsste man satte 300 Euro investieren, um auf Augenhöhe mit den wettbewerbsfähigsten Gegnern mithalten zu können.

Es ist fast schon poetisch, wie sich das Spiel selbst als Gleichnis für die moderne Mmorpg-Kultur darstellt: Viel Schein, wenig Substanz und alles für den Preis eines Kleinwagens.

Wertung

Pro:
  • wunderschöne einladende Landschaft
  • Grafikstil dessen Begriff "Next-Gen" würdig ist
  • brilliante Technik im PvP und bei den Ladezeiten - chapeau!

Contra:
  • langweiliges Kampfsystem
  • repetitive Quests mit sammelwütigen Belohnungsfaktor
  • fragwürdige Cash-Shop-Items

Fazit – Ein Denkmal der Ambitionen

Am Ende bleibt T&L ein faszinierendes Zeugnis dafür, wie viel Potenzial ein Spiel haben und wie effektiv man dieses in den Boden stampfen kann. Es ist wie ein Michelin-Sterne-Koch, der sich entscheidet, Instant-Nudeln zu servieren. Man spürt förmlich die Ambitionen, die einst in diesem Projekt steckten, doch diese werden gnadenlos erdrückt – von uninspiriertem Gameplay, einem schwachen Kampfsystem und dem ständigen Drängen, doch endlich den Geldbeutel zu zücken.

Für Fans von Lineage bleibt es wohl nur eine bittersüße Erinnerung an bessere Tage. Für alle anderen: Willkommen in der Zukunft des Mmorpg-Genres, in der es nicht mehr darum geht, ein Held zu sein, sondern darum, wie viel man für diesen Held bezahlen kann.

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发布于 2024 年 10 月 3 日。
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总时数 13.9 小时 (评测时 11.5 小时)
抢先体验版本评测
Microcivilization, wo fängt man da an? Vielleicht bei der ironischen Tatsache, dass ein Spiel, welches "micro" im Titel trägt, dazu in der Lage ist, Ihre Freizeit auf makroskopische Weise ins gigantische zu verschlingen.

Retro in fein

Stellen Sie sich vor, Sid Meier's Civilization hätte ein Baby mit einem Tamagotchi und dieses Kind wäre dann im "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft"-Universum aufgewachsen. Et Voilà, Microcivilization! Sie bauen Ihre eigene mikroskopische Gesellschaft auf, von der Steinzeit bis zur ???-Ära (Sehr weit bin ich noch nicht, aber der Epochen-Baum, bietet noch einiges an Luft nach oben), und das alles auf einem Ausschnitt, welcher kleiner ist als der Pizzateller von Ihrem letzten Abendessen.

Kinderleicht, oder ...?

Die Strategie ist der Schlüssel, und Geduld ist Ihr bester Verbündeter – neben einer funktionierenden Ersatz-Maus, natürlich. Sie verwalten Ressourcen, erforschen Technologien und führen Kriege mit Armeen, die vergleichbar niedlich sind als wären diese aus einem Ghibli Anime entsprungen. Diplomatie? Mehr wie "Diplotamie", so die „Verhandlungen“ zu unserem Gusto mapinuliert wird. Holt Sie der Zorn Mutter Natur ein, ist dies gänzlich Ihr Verschulden. All Ihre Taten, Gier oder Entscheidungen, wird den Fortschritt ein wenig erschweren oder gar erleichtern.

Wertung

Pro:
  • Clicker-/Idle-Game in unverbrauchter Kreation
  • Interessanter Epochen- und Fortschrittsbaum
  • Niedliche Darstellung im Retro Vibe

Contra:
  • Nichts für Leute, die sich lieber zurücklehnen wollen
  • Zu schnell repetitive Rotation der Erkundungen
  • Ab midgame für einige zu langwierig


Fazit

Es ist ein Game für alle, die schon immer mal wissen wollten, wie es sich anfühlt, ein omnipotenter Herrscher über etwas zu sein, das man fast nicht sehen kann. Es ist ein Game, welches sowohl einladend als auch fesselnd ist und in den späten Abendstunden nicht selten den Drang in einem hervorbringt „Nur noch ein bisschen und dann mache ich aus ...“. In diesem charmanten Titel, lehrt uns das Entwicklerteam, dass man nicht groß sein muss, um mächtig zu sein – eine Lektion, die so mancher Politiker beherzigen sollte. Vielleicht sollten wir aber das ganze auch philosophisch betrachten und unsere Fähigkeit, die kleinen Dinge im Leben mehr wertzuschätzen, einfach verbessern ... im wahrsten Sinne des Wortes.

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发布于 2023 年 11 月 17 日。
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总时数 289.6 小时
Cyberpunk 2077, das in neongetränkte und dystopische Rollenspiel, welches mehr Up und Downs erlebt hat als Aktienkurse während einer Simulation im BWL-Studium. Betreten Sie Night City, eine Welt, die so reich an Details ist, dass man fast vergisst, dass es draußen noch eine echte Welt gibt. Oder zumindest möchte man das gerne glauben, bis ein NPC durch die Wand schwebt und Sie an die Wunder der heutigen Programmier-Künste erinnert ...

Der Hype

Alle wollen wie "Rockstar" werden – oder zumindest etwas vom Kuchen abhaben. Nachdem man mit „The Witcher 3“ einen riesen erfolg hatte, will man jetzt nicht weniger als ein Spiel in der Größe und Wirkung eines Grand Theft Auto auf den Tisch legen. Das Ergebnis? Nun ja ... eine Meisterklasse in der "Wie-man-es-nicht-macht"-Akademie, zumindest zum Start. Es war wie ein Rezept für eine gelungene Katastrophe: eine Prise zu viel Hype, ein Schuss unerfüllte Versprechungen und ein ganzer Topf voller Bugs. Aber mit der Zeit und etlichen Patches später, wurde es zu einem Menü welches man tatsächlich genießen kann und sogar will!

Abseits einer Vielzahl an Hintergrundgeschichten, die tiefgründiger sind als die philosophischen Tweets von Prominenten um 3 Uhr morgens, fesselt einen die Hauptstory regelrecht vor den Bildschirm. Es ist eine Geschichte, die man erleben möchte, mit Charakteren, die man liebt, hasst und manchmal auch beides zugleich. Endlich wird die Taschentücherbox – vom männlichen Publikum – dafür benutzt, wofür sie eigentlich gedacht war – Tränen wegwischen.

Im Vergleich zu anderen Vertretern des Genres, wie „Deus Ex“, ist CP77 wie der neue laute Nachbar, der eine Party schmeißt, zu der alle kommen wollen. Nur um dann festzustellen, dass die Musik nicht jedermanns Geschmack trifft und das Buffet eine Lebensmittelvergiftung verursachen könnte. Aber wenn die Party und der Stuhlgang erst mal in Gang kommt und die ersten Probleme gelöst sind, möchte man doch nicht mehr gehen.

No Man’s Sky lässt grüßen

Über die Jahre wurde aber stetig weiter am Titel geschraubt und siehe da – CP77 ist an einem Punkt angekommen, an dem es eine zweite Chance verdient hat. Denn insbesonders Update 2.0, welches in Vorbereitung zum neuen Add-On erschienen ist, gibt dem Spiel einen komplett neuen Anstrich. Endlich erfüllt "CP77" viele nicht eingehaltene Versprechen, die es vor drei Jahren zum Release nicht gab. Genauso viele blieben jedoch weiterhin unerfüllt und da "Phantom Liberty" das einzige DLC bleiben wird, kann "CP77" auch nie dem anfänglichen Hype gerecht werden. Das Update sorgt trotzdem dafür, dass sich das Spiel nicht nur besser spielt, denn indes sind auch fast alle Bugs ausgemerzt, sodass die grundlegende Geschichte allein einen neuen Durchlauf wert ist.

Wertung

Pro:
  • meisterhaft inszenierte und immersive Haupthandlung
  • Cyberpunk-Setting gut eingefangen
  • authentische Charaktere

Contra:
  • nach wie vor fehlende Features
  • Lebenswege haben zu geringe Auswirkungen
  • keine Konsequenzen bei Diebstählen

Fazit
Kurz gesagt: Cyberpunk 2077 ist das Paradebeispiel dafür, dass nicht alles Gold ist, was glänzt – manchmal ist es nur ein sehr dünner Anstrich. Es ist ein Produkt, welches beweist, dass Geduld tatsächlich eine Tugend ist, und dass gute Dinge – wie spielbare Versionen von Triple-A Titeln – zu denen kommen die warten können. Oder aber zu denen, die bereit sind, ein paar Patches später noch einmal vorbeizuschauen ... so wie ich es tat.

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发布于 2023 年 11 月 9 日。 最后编辑于 2023 年 11 月 9 日。
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总时数 13.7 小时 (评测时 13.0 小时)
Bless Unleashed ist ein MMORPG aus dem Hause Round8 Studio, welches eine Tochterfirma von Neowiz ist, dass sich im gleichen Universum – wie zuvor schon das gescheiterte Bless Online – ansiedelt. Das Spiel setzt auf eine durchgehend offene Spielwelt und ein Kampfsystem, welches einen ähnlichen Fokus auf Kombo-Ketten legt. Dabei stehen die Klassen Kreuzritter, Berserker, Ranger, Magier und Priester zur Auswahl. Der Titel wurde mit Hilfe der Unreal Engine 4 entwickelt ...

Die Rückkehr ...?

Natürlich sind wir, durch das unrühmliche Ende von Bless Online, weitestgehend negativ geprägt – trotzdem versuchen wir das ganze aus einer objektiven Perspektive zu betrachten. Auch meiner einer hat das damalige Bless Online gespielt und wurde leider enttäuscht. Aber weg von Bless Online, hierbei geht es ja um ein anderes Spiel.

Déjà-vu durch die Lande

Bei der Charaktererstellung merken wir sofort, dass dieses Spiel aus der Feder von asiatischen Entwicklern stammt. Eine art „Genderlock“ auf Klassen und Rassen bezogene Beschränkung, wie man es nur von den alten Konsorten kennt. So etwas ist für den ein oder anderen nicht tragbar, die Masse wird darüber aber hinwegsehen können. Schließlich wissen wir alle, dass die hübsch anzusehende Level 25 Magierin in der Schenke in Wirklichkeit Günther heißt und schon 48 Jahre auf dem Buckel hat.

Kurz nach dem Eintauchen durch das Tutorial, erkennen wir uns sofort wieder in der alten Welt von Hieron und Union. Es wurden Assets übernommen und darauf geachtet, den Charme der alten Geister erneut aufleben zu lassen. Die Spielwelt ist wahrlich eine Augenweide, patzt aber doch bei den Texturen bei naher Kameraführung. An manchen Stellen wirkt die Grafik sehr plastisch, statisch und matschig. Das Kampfsystem fühlt sich zwar auf dem ersten Blick gut und befriedigend an, offenbart aber nach einiger Zeit direkt Ihre Schwächen durch die uninspirierten Kombos und dem hakeligen Spielgefühl. Wenn wir die Beta als Relation zum Vergleich ziehen, haben sich die Entwickler augenscheinlich nicht an die Kritik der Community gerichtet, sondern sich um andere Baustellen gekümmert. Die Menüführung wirkt visuell ansprechend, aber auch sehr unübersichtlich und verschachtelt. Man merkt hier recht schnell, dass die UI für den Mobile Game-Markt ausgelegt wurde – welche Pläne sich da wohl noch verbergen?

Wir haben uns auch den Cash Shop angesehen und dieser entpuppt sich als ein ganz anderer als der damalige von Bless Online. Jener hatte kaum eine Daseinsberechtigung, denn er war mit 2-3 Skins und den „quality of life“ Items mehr Zierde als dass man ihn benötigte. Leider fielen uns hier auch einige Items auf, die in einem „state of the art“ Cash Shop nichts zu suchen haben. Tränke für die Erhöhung der Angriffsgeschwindigkeit? Oder Steine, um damit Aufwertungen ermöglichen zu können? Zwar kann man sich auch diese Dinge erspielen, jedoch hinterlässt es bei diversen Spielern durchaus einen negativen Beigeschmack. Schnell wird einem aber auch bewusst, dass das gesamte Spiel rund um den Cash Shop, die Währung und dem Bezahlmodell aufgebaut respektive designed wurde.


Wertung

Pro:
  • Schönes environmental graphic design
  • Anfänglich fühlbares Action Combat
  • Herausforderungen durch Dungeon und Weltbosse

Contra:
  • Schlechter PC-Port bezüglich dem UI
  • Kampfsystem wirkt mit der Zeit unflüssig und diskursiv
  • Cash Shop vermittelt das Gefühl von P2W sowie P2P
  • Klassen- und Rassenpolitik überholt

Fazit

Bless Unleashed versucht aus seinen damaligen Fehlern zu lernen, schafft dies jedoch nicht ohne dabei andere Probleme aufzuwerfen. Unser Einblick in die Welt von Hieron und Union war daher für uns eher ernüchternd und vielmehr schmerzhaft. Das Kampfsystem überzeugte uns nur in den ersten Minuten, wirkte dann aber schnell eintönig und generisch. Der schnelle Wechsel durch die Menüs, vor allem während des Kampfes, war meist ein Todbringer. Die Kämpfe gegen Bosse und andere Konsorten hat uns Spaß gemacht und wirkt auch motivierend weiter zu schnetzeln, wird jedoch schnell relativiert durch die obig genannten Probleme. Potential ist bei diesem Spiel da, keine Frage - jedoch haben dies sehr viele Spiele. Es schneidet in manchen Bereichen besser ab als sein „Vorgänger“, aber weckt in uns vielmehr den Eindruck der geringen Chance auf Besserung.

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发布于 2021 年 8 月 8 日。 最后编辑于 2021 年 8 月 15 日。
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总时数 14.4 小时
Etwa ein Jahr nach der gelungenen Neuauflage von Resident Evil 2, präsentierte uns Capcom nun auch schon den dritten Teil der Horror-Serie als Remake. Hier haben die Schöpfer aber direkt das ganze Spiel überarbeitet und eine deutlich andere Version des Survival-Horror-Vorbilds erschaffen – stets dabei den Vorgänger vor Augen, um wieder perfekt die alten Tugenden mit einem zeitgemäßen Spieldesign zu kreuzen.

Die Rückkehr des Nemesis

Resident Evil 3 ereignet sich nur ein paar Stunden vor und nach den Geschehnissen des Vorgängers. Doch diesmal erlebt Ihr eine weitere Seite der Geschichte. Der Start verläuft wie gewohnt in klassischer Resident Evil Manier durch pure Spannung und Druck durch die ersten Flure und Passagen.

Der große Vor- und Nachteil

RE3: Nemesis ist schon in der Ur-Fassung linearer und deutlich schnelllebiger als der direkte Vorgänger. Dementsprechend dürfte es für keinen überraschend sein, dass die Neuinterpretation hier in dieselbe Kerbe schlägt.
Statt dem verwinkelten Police Department voller Mysterien und Pforten, stolpert Ihr hier durch Racoon City. Der Areal-Wechsel ist zugleich sein größtes Potenzial, sowie aber auch Manko. Man bleibt selten lange an einem Geschehen und ist binnen 3-4 Stunden bereits am Ende des Szenarios angelangt. Dabei wirkt das Abenteuer postfaktisch vom Aufbau viel zu gehetzt, da es zum einem seine Stärken kaum zum Vorschein bringt und zum anderen sogar auf beliebte Features seines Vorgängers verzichtet. RE3 hat zwischen dem ersten und zweiten Teil meiner Meinung nach nie wirklich herausgeragt, aber es glänzt mit Abwechslungsreichtum, die Euch zu einem erneuten Spieldurchlauf motivieren sollen. Bestimmte Codes werden in den Rätseln nämlich zufällig generiert – Ihr müsst also wirklich immer umsichtig sein und die Umgebung „mitnehmen“ – von schnellen Durchgängen weit gefehlt. Im Remake jedoch ist davon leider nichts zu vernehmen: Es ist straight linear, die Denkaufgaben statisch – lediglich Gegenstände und Gegner wechseln ihre Positionen je nach Schwierigkeitsgrad.
Das ist aber alles kein Grund zum Weinen, immerhin gibt es Euch mehr „narratives“-Spielgefühl als im Original, aber schade bleibt es als nostalgischer Veteran trotzdem. Davon aber abgesehen, bleibt das Game sich treu. Ihr taucht in, die wie obig genannte, Rolle von Jill Valentine und später ebenso in die von Carlos Olivera – leicht zu erkennen ist da aber, dass Jill wesentlich mehr Screentime zugeschrieben wurde – und müsst aus Racoon City fliehen. Das wäre angesichts der katastrophalen Umstände eigentlich erstaunlich einfach, wäre da nicht der ehemals titelgebende Erzfeind. Das Monster ist bei weitem nicht so dumpfnasig wie seine Zombie-Artgenossen und hat nur ein einziges Bestreben: Valentine unter allen Umständen zu eliminieren. Ihr müsst also aufklären, wie das mutmaßlich böse Unternehmen „Umbrella“ hier hineinpasst, wie Ihr aus der City entkommt und wie zum Verzweifeln dieses Monster überhaupt abkratzt.
Narrativ bleibt das Spiel wie gewohnt brillant inszenierter Nonsens mit Sauce – da kann Valentine auch schonmal einen Sturz aus einem Parkhaus in einem Fahrzeug fast gänzlich unversehrt überstehen oder aber als inoffizielles „Supergirl“ gar einer Rakete ohne Schramme überleben, welche direkt neben den Füßen einschlägt. Aber hey: Es ist visuell grandios und das reicht doch hin und wieder auch mal, um das Actionliebhaber-Herz höher schlagen zu lassen.

Das Gameplay

Gameplaytechnisch offenbaren sich jedoch schnell denkbare, aber dennoch viel zu viele Mäkel. Das beginnt bei der wie obig angerissenen Linearität. Natürlich, enge Pfade sind prinzipiell ja nichts Schlechtes – ganz im Gegenteil. Da die Reihe aber schon immer Hauptaugenmerk auf das Gameplay gelegt hat, schneidet sich das Neuwerk hier ins eigene Fleisch. Das Leveldesign trägt zwar zur actionlastigen Ausrichtung bei, welches das Spiel Euch von „A“ nach „B“ scheucht und dabei auch die Gefechte mehr in den Vordergrund rücken lässt, als dass Ihr mit dem Ressourcen-Management haushalten müsst. Denn da kommen wir zu einem meiner Meinung nach größten Kritikpunkte – denn, wenn Ihr wirklich die kleingehaltenen Gebiete erkunden wollt, platzt Euer Inventar quasi vor Munition nur so aus allen Nieten. Sicher, es gibt auch die Lagertruhe bei jedem Savepoint, werdet Ihr sagen. Dies trägt aber nicht dem Survival-Aspekt bei, den ich mir bei so einer Hetzjagd dann doch vorstelle. Über 100 Schuss sind keine Besonderheit, im Veteran-Schwierigkeitsgrad für die Handfeuerwaffe. Die Schusswaffen selbst fühlen sich leider auch nicht bedingt gut an. Wie schon im vorherigen Teil kompensiert die neue Third-Person-Ansicht die Anspannung der Schusswechsel des Originals durch Zombies, die lediglich mehr Kugeln einstecken. Da könnt Ihr auch schon mehrmals in die Hohlbirne schießen – die platzen gefühlt nur rein zufällig. Das ist kein gutes Trefferfeedback und das hat Teil 2 mit seinem „Zerstückelungssystem“ deutlich pragmatischer gelöst. Besonders schlimm ist es meiner Meinung nach bei Olivera, dessen Automatikgewehr sich unbeschreiblich unbefriedigend anfühlt – so als, ob man auf einen Pudding trommelt und es akustisch schön saftig klatscht, aber der Kopf genauso spärlich reagiert, wie der anorganische Pudding eben. Die Feinde plumpsen gen Boden, aber ob sie endlich besiegt sind, wisst Ihr oft nicht. Indem der umfassende Survival-Kernaspekt auf den ersten drei Schwierigkeitsgraden gänzlich fehlt – es gibt ja viel zu viel Kraut und Munitionspäckchen – kann das Remake gegen das Problem nicht über dieses kleine taktische Segment entgegentreten. Ein abgefeuerter Schuss muss hier kaum wohl überlegt sein.
Die beträchtlichste und damit meine persönlichste Enttäuschung, ist und bleibt aber Nemesis. Wie die Benennung schon sagt, soll es als Euer Widersacher suggerieren. Einer, der Euch unbarmherzig bis aufs letzte verfolgt – eine beständige und allgegenwärtige Bedrohung, vor der Ihr immer Furcht haben müsst! Nur… ist das leider nicht richtig. Aber sicher, das Ungetüm eilt gern Mal etliche Meter zu Euch und gibt saftige Watschen, die jeden Bayer vor Ehrfurcht erstarren lassen würde. Ja, es zieht Euch auch per Fleischpeitsche zu sich und verwirrt, aber es taucht einfach viel zu selten auf. Es ist keine wirkliche Gefahr, sondern signalisiert für mich: Obacht, Du hast diesen Abschnitt g‘schafft – subba Sach! Jetza musst Du nur noch fliehen! Die direkten Kämpfe gegen sind postfaktisch identisch. Es ist lediglich eine übergroße Behinderung und hat im tatsächlichen Spielverlauf kaum was mit übrigen Zombies gemein. Hingegen sind diese Spinnenartigen Viechern, mit Ihrem Oral-Schlauch-Spritze – Alien lässt grüßen – deutlich erschreckender.

Wertung

Pro:
  • herausragende Grafik und Schärfe
  • herrliches Horror-Ambiente
  • Herausforderungen bieten Wiederspielwert
  • schöne und authentische Charaktere

Contra:
  • Areale sind zu 90% durchlaufbar
  • Immer die gleichen Rätsel
  • keine fordernden Bosskämpfe
  • enorm kurze Spieldauer

Fazit

All diese Mankos – die kurze Spieldauer, das geschlossene Leveldesign, das nicht ernstzunehmende Survival-Element und ein verschenkter Erzfeind – sind gleichzeitig eine enorm gute Einladung für eine Nischengruppe an Spielern, der perfekte Türöffner zum Kosmos der Speedrunners! Und in dieser, braucht ein Spiel nicht „Over the Top“ sein, um Freude zu machen. Schlagartig ist die Linearität gar nicht unstimmig, weil Ihr Euch kaum verläuft – Dort geht’s einfach links lang, die Zombiefresse à la Matschgesicht ballert Ihr um und gut ist’s! Und allein dafür, ist Resident Evil 3 Remake, ein fantastisches Spiel.

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发布于 2020 年 5 月 14 日。 最后编辑于 2021 年 8 月 8 日。
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